Spieletests

7 Wonders – Cities

Die zweite Erweiterung von 7 Wonders hört auf den Namen Cities. Ihr Spielmaterial umfasst 2 Spielpläne, 38 Karten, 34 Marker, einen Wertungsblock und die Regeln. Dies alles findet wiederum in einer kompakten kleinen Box mit graphisch schön gestaltetem Cover seinen Platz.

Zur Spielvorbereitung werden die Gildenkarten der Erweiterung zu denen des Grundspiels gemischt und die Anführerkarten, zu denen der Leaders Erweiterung, sofern auch mit dieser gespielt wird. Danach werden jedem Zeitalterstapel des Grundspiels jeweils so viele Stadt-Karten zugemischt, wie Mitspieler an der Partie teilnehmen. Zuletzt werden die Schuld- und Diplomatie-Marker bereitgelegt und die Partie kann starten, wobei jeder Spieler 8 statt 7 Karten als Starthand erhält. Der Spielablauf folgt dann den Regeln des Grundspiels.

Abgesehen von neuen Weltwundern, Anführern und Gilden, die für Abwechslung sorgen, kommen mit der Cities Erweiterung weitere Neuerungen ins Spiel. Manche Karten haben als Effekt, dass Gegner Geld verlieren und dadurch Schulden machen müssen, was sich am Ende der Partie negativ auf die Siegpunkte des Betreffenden auswirken kann. Andere Karten haben einen Diplomatieeffekt, der dem Spieler in Konflikten sozusagen Immunität verleiht. Mit Cities ist es dem Autor somit einmal mehr gelungen, 7 Wonders neue, interessante Spielelemente hinzuzufügen.

Titel: 7 Wonders – Leaders
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production

Dominion – Seaside

Die erste reine Erweiterung von Dominion, die nur in Verbindung mit dem Grundspiel spielbar ist, ist Seaside, welche seit 2009 auf dem Markt ist. Es besteht aus 300 Karten, 50 Markern und 18 Tableaus, die allesamt in der üblichen Box mit passendem Einleger sicher Platz finden.

Was bringt uns Seaside Neues? Als wichtigste Neuerung ist sicherlich der neue Typ Aktionskarten zu nennen. Diese Dauerkarten sind nicht nur im aktuellen Zug sondern auch noch im folgenden Zug aktiv. Desweiteren verdienen die Karten Eingeborenendorf, Insel und Piratenschiff Erwähnung, die den Spielern die entsprechenden Südseetableaus liefern. Diese können genutzt werden, um Karten von der Hand dort abzulegen und so die Handkarten auszudünnen, bzw. um Geld zu generieren. Last but not least ist es mit der Karte Embargo möglich, beliebige Vorratsstapel mit einem Embargomarker zu versehen, so dass andere Spieler, die von diesem Stapel Karten ziehen wollen, automatisch eine Fluchkarte erhalten.

Von den neuen Deck-Building Möglichkeiten, die die neuen Königreich- und Aktionskarten dieser Erweiterung wieder einmal liefern und die diese Erweiterung für den wahren Dominion Fan so oder so zum Must have machen einmal abgesehen, bringt Seaside gerade mit dem Embargo, den Dauerkarten und den Tableaus neue Elemente ins Spiel. Diese gehen über die eines klassischen neuen Kartensatzes hinaus und machen Seaside zu einer gelungenen Ergänzung der Dominion-Reihe.

Titel: Dominion – Seaside
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

 

Diesel Demolition Derby

Eine Gesellschaft in der Krise. In ihrer Unterwelt hat sich eine gefährliche Liga etabliert, in der dieselbetriebene Kampfmaschinen für Ruhm, Geld und Macht kämpfen.


Diesel Demolition Derby von Matthew Dunstan, ist ein Card Drafting Spiel bei dem 2 bis 6 Spieler jeweils einen Kämpfer auswählen, der sich mit seinen Kontrahenten messen soll.
Man kann aus 5 verschiedenen Waffengattungen wählen.

Battlemekk, Ravager, Contraption, Wunderwaffe und Tank.

Jede Waffengattung hat unterschiedliche Fähigkeiten und Kampfkraft.
Die Spieler legen ihre Kämpfer verdeckt vor sich und geben die restlichen Karten an den Spieler zu ihrer linken weiter. Danach werden die Karten gleichzeitig umgedreht und die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer nach der Reihenfolge ihrer Kampfkraft abgehandelt.
Der Kämpfer der am Ende noch steht, verbleibt vor dem Spieler.
Das Spiel ist in einzelne Derbys unterteilt. Ein Derby endet, wenn die Spieler alle Handkarten ausgespielt oder abgelegt haben.
Ist das Derby zu Ende, zählen die Spieler die Kampfkraft ihrer verbliebenen Kämpfer zusammen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt das Derby und erhält einen Token. Wer als erstes 3 Derbys gewonnen hat, ist der Sieger.

Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten wird dem Spieler das Gefühl des Chaos des wilden Schlachtgetümmels vermittelt. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass die größte Kampfmaschine am Ende wirklich noch steht.
Mir gefällt an dem Spiel sehr gut, dass die Regeln schnell erklärt sind. Auch ist das Artwork ein Augenschmaus für Fans von Dieselpunk.

Titel: Diesel Demolition Derby
Autor: Matthew Dunstan
Verlag: LudiCreations

7 Wonders – Leaders

Leaders ist die erste Erweiterung des Strategiespiel 7 Wonders des Autors Antoine Bauza, welche 2011 wiederum bei Repos Production erschienen ist. In einer kompakten kleinen Box verbergen sich ein neuer Spielplan, 41 Karten, 17 Münzen, sowie ein Plättchen, ein Wertungsblock und das Regelheft.

Jede Kultur war und ist maßgeblich von den großen Persönlichkeiten geprägt, die sie hervorgebracht hat. Nur wer die Fähigkeiten dieser antiken Persönlichkeiten richtig erkennt, wird sie am Ende zu seinem eigenen Vorteil einsetzen können.

Bei einer Partie mit der Leaders Erweiterung werden die neuen Gildenkarten für das dritte Zeitalter zu denen des Grundspieles gemischt und jeder Spieler erhält zu Beginn 6 statt 3 Münzen. Desweiteren startet das Spiel zunächst mit der so genannten Anführerphase, in der die Spieler jeweils 4 Anführer-Karten erhalten, von denen sie eine auswählen und die restlichen an den linken Nachbar weitergeben. Dies erfolgt so lange, bis jeder wieder 4 Karten als Starthand hat. Der weitere Spielablauf folgt den Regeln des Grundspiels, allerdings startet jedes Zeitalter mit einer Rekrutierungsphase, in denen die Spieler einen der Anführer auf ihrer Hand auswählen, um ihn auszuspielen und so entweder seine Fähigkeiten zu nutzen, oder mit ihm einen Baubabschnitt des eigenen Weltwunders zu vollenden oder ihn gegen 3 Münzen einzutauschen.

Mit Leaders kommt durch die Anführerkarten und ihre speziellen Fähigkeiten ein komplett neues Spielelement in 7 Wonders. Schon in der Anführerphase gilt es genau abzuwägen, welche Karten man an den Nachbarn weitergibt, weil diese sich durchaus auch auf einen selbst negativ auswirken oder dem Gegner am Ende wertvolle zusätzliche Siegpunkte bescheren können. Leaders ist daher eine interessante Ergänzung zum Grundspiel. Und nicht zuletzt liefert sie mit dem Kolosseum ein zusätzliches Weltwunder, das wie auch die neuen Gildenkarten für Abwechslung sorgt.

Titel: 7 Wonders – Leaders
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production

Kingdomino und Queendomino mit 8 Spielern

Unlängst hatten wir hier das Spiel Queendomino des Autors Bruno Cathala vorgestellt, das von Pegasus Spiele vermarktet wird. In den Spielregeln ist eine Variante erwähnt, bei der Queendomino mit Kingdomino des selben Autors kombiniert wird und somit auch mehr als 4 Spieler an einer Partie teilnehmen können. Die Regeln gehen hierbei allerdings maximal von einer Sechserrunde aus. Da beide Spiele aber für jeweils 4 Spieler ausgelegt sind, lag es nahe, einmal eine Partie in einer Achterrunde zu testen.

Neben dem kompletten Spielmaterial aus Queendomino benötigt man hierzu aus Kingdomino noch die Startplättchen nebst zugehörigen Schlössern und Königsfiguren, sowie die 48 Dominosteine, die wie gehabt, gemischt und in den entsprechenden Turm gefüllt werden. Der Aufbau und der Spielablauf folgen den Regeln von Queendomino mit der einzigen Ausnahme, dass immer 8 statt 4 Dominosteine ausgelegt werden, wobei man diese abwechselnd aus dem Turm von Queendomino und jenem von Kingdomino zieht.

Außer der Tatsache, dass die Münzen teilweise ausgehen, was aber kein wirkliches Problem darstellt, da man hierfür notfalls auch aus anderen Spielen Ersatzmünzen nutzen kann, haben wir nichts entdeckt, was gegen die Spielbarkeit in einer Achterrunde spricht. Die Wartezeiten, bis man selbst wieder am Zug ist, sind natürlich etwas länger, aber da man in der größeren Runde noch mehr auf die Züge der Mitspieler achten muss, fällt dies nicht wirklich ins Gewicht. Die Kombination von Kingdomino und Queendomino für Spielrunden mit 5 bis 8 Spielern ist daher absolut empfehlenswert.

Titel: Kingdomino, Queendomino
Autor: Bruno Cathala
Verlag: Pegasus Spiele

7 Wonders

Zahlreiche nationale wie auch internationale Preise hat das 2010 beim Verlag Repos Production erschienene Strategiespiel 7 Wonders des Autors Antoine Bauza in den letzten Jahren erhalten, darunter den Deutschen Spielepreis und den Preis als Kennerspiel des Jahres 2011. Das Spielmaterial umfasst 7 Spielpläne, 155 Karten, Marker, Münzen sowie einen Wertungsblock und das Regelheft. Dies alles findet in einer grafisch aufwendig gestalteten Box mit passendem Einlegetiefziehteil sicher aufgeräumt seinen Platz.

Der Koloss von Rhodos, der Tempel der Artemis, die Pyramiden von Gizeh…wir alle kennen die sieben großen Weltwunder. In 7 Wonders schlüpfen die Spieler in die Rolle des Anführers einer der antiken Großmächte, die diese Weltwunder hervorgebracht haben. Sie leiten die Regierungsgeschäfte und versuchen durch geschickte Nutzung der Ressourcen ihres Landes, die eigene Kultur wirtschaftlich, militärisch und wissenschaftlich aufzubauen und dabei auch noch ein architektonisches Wunderwerk zu errichten.

7 Wonders ist, wie der Name schon vermuten lässt, für maximal 7 Mitspieler ausgelegt. Zu Beginn einer Partie ziehen alle Spieler reihum eine Weltwunderkarte und erhalten den entsprechenden Spielplan sowie 3 Münzen. Die Karten für die 3 Zeitalter werden nun getrennt gemischt, wobei in den Kartenstapel für das dritte Zeitalter die in den Regeln für die jeweilige Anzahl Mitspieler vorgegebene Zahl Gildenkarten hineingemischt werden. Anschließend erhalten alle Spieler jeweils 7 Karten für das erste Zeitalter auf die Hand und wählen eine davon aus, die verdeckt abgelegt wird, während die restlichen Karten an den Nachbarn weitergegeben werden. Die abgelegte Karte kommt jetzt ins Spiel. Je nach Kartentyp kann der Spieler damit ein Gebäude errichten oder an seinem Weltwunder bauen, sofern er die Baukosten in Form von Ressourcen und / oder Münzen aufbringen kann. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, die Karte abzulegen und Münzen dafür zu erhalten. Nach 6 Runden ist das Zeitalter beendet und nach Abhandlung aller militärischen Konflikte kann das nächste Zeitalter beginnen. Mit Ende des dritten Zeitalters endet die Partie und es erfolgt eine Endabrechnung, bei der militärische Konflikte, Münzen, Weltwunder, die verschiedenen Gebäudetypen und auch die Gilden die Zahl der Siegpunkte beeinflussen.

So oft man 7 Wonders auch spielt, keine Partie gleicht jemals der anderen. Je nachdem welches Weltwunder man zu Beginn zieht, ist die eigene und auch die Ressourcensituation der Nachbarn wieder eine andere und beeinflusst damit, welche Karten man ausspielen kann. Zudem weiß man nie, welche Karten man am Ende des Zuges vom Nachbarn erhält. Und auch welche Karten man selbst an seinen Nachbarn weiterreicht, gilt es genau zu bedenken. Manchmal kann es sinnvoller sein, eine für den Nachbarn günstige Karte abzuwerfen, anstatt selbst ein Bauprojekt anzugehen. Auch wenn 7 Wonders damit ein recht komplexes Spiel ist, sind die Regeln doch gut verständlich und auch schnell erlernt, so dass dem Spielspaß nichts im Wege steht.

Titel: 7 Wonders
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production

Agricola – Frankreich Deck

Schon etwas länger, nämlich seit 2014, ist das Frankreich Deck des Strategiespiels Agricola von Lookout Games zu haben. Es umfasst wie gewohnt 60 neue kleine Anschaffungen und 60 neue Ausbildungen, die wieder in einer kompakten Box Platz finden. Wie der Name schon verrät, nimmt uns das Kartendeck nach Frankreich mit, weshalb uns Baguette und Camembert, Marie Curie und Honore de Balzac auf den schön gestalteten Karten begegnen.

Das Frankreich Deck ist – ebenfalls wie üblich – als eigenständig spielbares Deck konzipiert, mit dem sich die Karten des Grundspiels ersetzen lassen. Genauso kann man die Karten dieses Decks aber auch mit denen des Grundspiels und anderer Erweiterungen zusammenmischen. Beim Verlag aktuell nicht mehr erhältlich, ist diese Erweiterung aber bei den großen Versandhändlern für rund 15,– noch zu haben. Ob sich die Anschaffung lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden, wobei sich für die Hardcore-Fans, diese Frage eh nicht stellt, sondern eher die nach dem Erscheinungstermin des nächsten neuen Kartendecks.

Titel: Agricola – Frankreich Deck
Autor: Uwe Rosenberg
Verlag: Lookout Games

Reworld

Der Weltraum, unendliche Weiten…

So oder so ähnlich könnte das Motto zu dem Strategiespiel Reworld lauten, das wir auf dem Pressetag von Pegasus Spiele im Oktober 2017 erstmals antesten konnten. Mittlerweile ist der Titel des Autorenduos Wolfgang Kramer und Michael Kiesling bei Eggertspiele erschienen und wird von Pegasus Spiele vertrieben. Das Spielmaterial umfasst den Spielplan, 4 Frachter und 4 Punktemarker, 100 Modulplättchen, 20 Stadtschilder, 30 Offizierkarten, 15 Bevölkerungsschiffe, 1 Rundenmarker, 1 Startspielermarker, 1 Stoffbeutel und die Regeln. Dies alles ist in einer soliden Box sicher untergebracht.

Wir befinden uns in einer fernen Zukunft und die Menschheit such nach einem neuen Planeten, um diesen zu besiedeln. Eurybia scheint ein geeigneter Kandidat zu sein und so machen sich 4 mutige Admiräle daran, ihre Raumschiffe auszurüsten, um den Planeten für die Ankunft der ersten Siedler vorzubereiten. Städte wollen gebaut werden, ein Verteidigungsnetz muss entstehen. Doch nur wer sein Raumschiff schon beim Start richtig beladen hat, wird diese Aufgabe erfolgreich meistern und als Retter der Menschheit in die Geschichte eingehen.

Bevor eine Partie Reworld beginnen kann, erhält jeder Spieler sein Raumschiff und setzt seinen Punktemarker auf die 0 auf der Punkteleiste des Spielplans, der die Raumstation Colossus zeigt. Dort werden auch die Bevölkerungsschiffe platziert und an jeden der Kopplungsarme der Raumstation ein zufällig aus dem Stoffbeutel gezogenes Modulplättchen gelegt. Die Stadtschilder werden nach Anfangsbuchstaben sortiert, der Rundenmarker ganz links auf der Rundenleiste platziert, die Offizierskarten gemischt und jeder Spieler erhält 7 von ihnen. Kapitel 1 von Reworld kann starten. Beginnend mit dem Startspieler kaufen die Spieler reihum Modulplättchen, wobei sie dafür eine oder mehrere Offizierkarten in den jeweiligen Kartenslot legen. Der Zahlenwert der obersten Offizierskarte gibt dabei vor, in welche Ladebucht des eigenen Raumschiffes das Modul verstaut werden muss. Alternativ kann ein Spieler auch den Startspielermarker erwerben. Kann kein Spieler mehr Modulplättchen kaufen, werden eventuell verbliebene entfernt und durch einen kompletten Satz neue ersetzt. Die Offizierkarten werden eingesammelt, gemischt und wieder verteilt und die Runde beginnt von neuem. Dies erfolgt 5 mal, bis keine Modulplättchen mehr im Stoffbeutel sind.

Danach beginnt Kapitel 2, die Besiedlung von Eurybia. Wiederum beginnend mit dem Startspieler laden die Raumfahrer nun die Module am Zielort aus. Je nach Art können sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Terrabots sind nötig, um Städte zu gründen, wobei jeder Spieler nur maximal eine Stadt je Geländetyp A – E gründen kann. Bautrupps übernehmen den Ausbau der Städte, allerdings darf pro Stadt nur eine der 5 vorhandenen Baufirmen tätig sein, einzig die Agrarfirma als sechster Typ kann in jeder Stadt verwendet werden. Shuttles übernehmen den Transport der Bautrupps auf die Oberfläche, da diese nicht selbstständig fliegen können. Alternativ können Shuttles auch zum Ausbau des Verteidigungsnetzes genutzt werden. Satelliten schließlich liefern entweder Sonderpunkte bei der Endabrechnung oder dienen ebenfalls zum Ausbau des Verteidigungsnetzes. Haben alle Spieler alle ihre Modulplättchen aus ihren Raumschiffen ausgeladen, endet die Partie und es erfolgt die Wertung.

Reworld scheint auf den ersten Blick recht einfach zu sein, zumal sich die Spielmechanismen leicht erlernen lassen und die Regeln erfreulich kurz gehalten sind. Doch steckt der Teufel wie so oft im Detail. Das richtige Beladen des eigenen Raumschiffes will akribisch geplant sein, denn am Zielort angekommen wird das als erstes ausgeladen, was als letztes in jede Ladebucht eingeladen wurde. Auch will genau bedacht sein, wieviel Shuttlekapazität nötig ist, um alle Bautrupps auf die Oberfläche zu bekommen. Da zudem Boni winken, wenn ein Spieler als Erster einzelne Ziele erreicht, beeinflusst auch dies wiederum die Strategie, was und wann es am sinnvollsten vom Raumschiff auf den Planeten geschafft werden sollte. Von daher präsentiert sich Reworld als anspruchsvolles und komplexes Strategiespiel, das so manche Überraschungen bereithält.

Titel: Reworld
Autoren: Wolfgang Kramer und Michael Kiesling
Verlag: Eggertspiele / Pegasus Spiele

Queendomino

Als Weiterentwicklung des Erfolgstitels Kingdomino, das den Kritikerpreis für das Spiel des Jahres 2017 erhalten hatte, erschien bei Pegasus Spiele Ende 2017 Queendomino. Auch für dieses Familienspiel zeichnet der Autor Bruno Cathala verantwortlich. Wie bei Pegasus üblich, findet das gesamte Spielmaterial in einer stabilen, schön gestalteten Box seinen Platz. Es umfasst einen großen Turm für die 48 Dominosteine, 32 Gebäude- und 4 Startplättchen, 42 Münzen, das Gebäudetableau, Holzfiguren der Queen und des Drachen, 22 Ritter, 15 kleineTürme, 4 Schlösser, 8 Könige, den Wertungsblock und die Anleitung.

Als Herrscher von vier kleinen Königreichen müssen die Spieler Ländereien erwerben, um ihr Herrschaftsgebiet zu vergrößern. Dabei gilt es, geschickt zu taktieren und vorausschauend zu planen. Denn nur wer die richtigen Ländereien in seinen Besitz bringt und diese klug kombiniert, wird bei der Endabrechnung den Sieg davontragen.

Maximal 4 Spieler können bei Queendomino gegeneinander antreten. Vor Beginn einer Partie erhält jeder sein Startplättchen, sein Schloss und einen König in seiner Farbe, sowie einen Ritter und Münzen im Wert von 7. Die Dominosteine werden gemischt und in den großen Turm gefüllt. Die Gebäudeplättchen werden ebenfalls gemischt und die obersten 6 auf den freien Feldern des Gebäudetableaus platziert, während der Rest als Nachziehstapel fungiert. Nachdem auch noch Drache und Queen bereitgelegt wurden, kann die Partie starten. Hierzu werden zunächst 4 Dominosteine aus dem Turm gezogen und nach aufsteigendem Wert mit der Ländereiseite nach oben ausgelegt. Der Spieler, dessen Königsfigur per Zufall als erste gezogen wird, sucht sich eines der Plättchen aus, die anderen folgen entsprechend. Nun werden 4 neue Dominosteine ausgelegt und neben den bereits besetzten ebenfalls wieder nach aufsteigendem Wert platziert. Der Spieler auf dem obersten Dominostein, nimmt diesen und legt ihn passend an sein Königreich an. Danach kann er seine Ritter nutzen, um Steuern einzutreiben, Gebäude bauen und den Drachen bestechen, um Gebäude auf dem Gebäudetableau zu zerstören. Als letzten Schritt muss er seinen König auf einen der neu gezogenen Dominosteine stellen. Es folgen aufsteigend die übrigen Spieler, bis alle Dominosteine besetzt sind, so dass wieder 4 neue gezogen werden müssen. Sind alle Dominosteine gezogen, endet die Partie und es erfolgt eine Endabrechnung.

Queendomino ist ein extrem kurzweiliges Spiel mit leicht verständlichen und gut erlernbaren Regeln. Trotzdem erfordert es einiges an taktischem Denken, denn die Dominosteine wollen richtig aneinandergelegt sein, um möglichst große, zusammenhängende Gebiete eines Geländetyps zu haben. Daneben gilt es auch, die Ausrichtung der Plättchen zu berücksichtigen, denn nur so erhält man am Ende ein 5×5 Felder großes Königreich. Zusätzlich muss man auch beim Kauf der Gebäudeplättchen geschickt agieren. Nur sie liefern z.B. Türme, die nötig sind, damit die Queen das eigene Königreich besucht. Genauso können sie bei der Endabrechnung wichtige zusätzliche Punkte beisteuern. Da Queendomino zudem so konzipiert ist, dass es mit Kingdomino kombiniert werden kann, so dass auch Partien mit 5 bis 8 Spielern möglich sind, ist dieses Spiel auch für alle Besitzer von Kingdomino eine absolut lohnende Anschaffung.

Titel: Queendomino
Autor: Bruno Cathala
Verlag: Pegasus Spiele

Dominion Basisspiel 2. Edition

Seit August 2017 ist in Deutschland die 2. Edition des Basisspiels von Dominion erhältlich. An den Spielregeln hat sich gegenüber der Ursprungsausgabe nichts verändert. Auch umfasst die 2. Edition nach wie vor 500 Karten, die, ebenfalls wie gehabt, in einer Box mit entsprechender Einlage sauber geordnet untergebracht sind.

Was sind also die Neuerungen? Zum einen hat Rio Grande Games die Grafiken einiger Karten überarbeitet und auch die Texte auf den Königreichkarten klarer formuliert, wo dies nötig war. Zum anderen und dies ist für den Dominion-Fan wahrscheinlich von größerer Bedeutung, wurden 7 Königreichkarten durch komplett neue Karten ersetzt. Desweiteren enthält ein beigefügtes Infoblatt Errata für weitere 3 Königreichkarten – im einzelnen Thronsaal, Mine und Geldverleiher – deren Anweisungen nun optional ausgeführt werden können und nicht mehr verpflichtend sind. Last but not least erhält der Käufer der 2. Edition einen Zugangscode für die Online-Version von Dominion, um diese 1 Jahr gratis spielen zu können.

Da für Spielerunden mit mehr als 4 Spielern sowieso ein zweites Grundspiel sinnvoll ist, ist die 2. Edition daher sicherlich nicht nur für den Hardcore-Fan, dem sich mit den 7 neuen Königreichkarten neue Varianten des Deck-Building eröffnen, eine lohnenswerte Anschaffung.

Titel: Dominion Basisspiel 2. Edition
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games