September 2018

Asmodee Neuheiten für das 4. Quartal 2018

In knapp 4 Wochen startet die Spiel `18 in Essen. Grund genug für die Asmodee GmbH die Neuheiten bekannt zu geben, die auf der Messe an den diversen Ständen der Partnerverlage der Essener getestet und auch schon gekauft werden können. Insgesamt 64 Titel umfasst das Neuheitenpaket, das Asmodee für das 4. Quartal ankündigt und das eine gute Mischung aus Komplettneuheiten, Erweiterungen und überarbeiteten Neuauflagen bekannter Titel bietet.

Unser Hauptaugenmerkt richtet sich natürlich in erster Linie auf die Spiele, die für mehr als 5 Mitspieler gedacht sind. Erfreulicherweise hat Asmodee ein Herz für große Spielergruppen, denn 17 Titel des Neuheitenpaketes sind mit mehr als 5 Mitspielern spielbar. Einige davon wollen wir hier kurz vorab vorstellen.

7 Wonders Armada

Das bekannte Strategiespiel des Repos-Verlages erhält endlich eine von vielen sicherlich schon lange erwartete neue Erweiterung. Die Seefahrt hält als neues Spielelement Einzug in die Welt von 7 Wonders, was für zusätzliche Interaktion zwischen den Spielern, neuen Strategien und noch mehr Abwechslung, vor allem in Kombination mit den alten Erweiterungen, sorgen wird.

Der unvollendete Fall von Holmes

Dieses Escape Spiel spielt im London des viktorianischen Zeitalters und es gilt einen Mordfall zu lösen, den der berühmte Sherlock Holmes nicht abschließen konnte. Neben dem realen Spielmaterial hat das Spiel auch eine virtuelle Komponente, für die man ein Smartphone benötigt. Es ist somit eine Kombination aus Live-Escape-Game und interaktivem Computerspiel.

Just One

Wiederum von Repos stammt das kooperative Partyspiel Just One. Der aktive Spieler versucht ein geheimes Wort zu erraten, wobei ihm die anderen Spieler mit Hinweisen helfen, die sie auf ihre Tafeln schreiben. Allerdings darf kein Hinweis mehrfach aufgeschrieben werden, was einiges an Kreativität erfordert, denn die Hinweisgeber dürfen sich nicht miteinander absprechen!

Shadows Amsterdam

In dem Echtzeit-Spiel wetteifern zwei Detekteien im Amsterdam der Gegenwart gegeneinander, um ein Verbrechen aufzuklären. Dabei fungiert jeweils ein Spieler jedes Teams als Informant, der versuchen muss, das eigene Team mittels Bildkarten zu den auf dem Spielplan verteilten Beweisstücken zu führen. Nur wer die Hinweise richtig deutet, wird den Fall vor dem gegnerischen Team lösen.

Fotos: © Asmodee GmbH

Side effects

Side effects ist ein Kartenspiel für 2-8 Spieler, in dem die Spieler versuchen müssen, ihre psychischen Störungen in den Griff zu bekommen.
Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek von Pillbox Games haben ihr Projekt Side effects über Kickstarter erfolgreicht realisiert.

Jeder Spieler bekommt vier psychische Störungen, die er entweder mit Medikamenten behandeln, oder durch eine Therapie heilen muss. Bei sechs oder mehr Spielern, bekommt jeder Spieler nur drei Störungen. Gewonnen hat der Spieler, bei dem am Ende seiner Runde alle Störungen geheilt sind oder behandelt werden.
Jede Runde beginnt damit, zwei Karten zu ziehen. Danach darf der Spieler bis zu zwei Karten ausspielen, um entweder seine eigenen Störungen zu behandeln oder den Zustand anderer Spieler zu verschlechtern. Die Runde des Spieles endet, wenn er zwei Karten ausgespielt hat.
Falls ein Spieler keine Karte ausspielen möchte, kann er auch mit anderen Spielern Karten tauschen oder passen.
Am Ende seines Zuges darf ein Spieler nicht mehr als sechs Karten auf der Hand haben.

Wird eine Störung durch eine Therapie geheilt, kommt die Karte aus dem Spiel.
Behandelt man die Störung mit Pillen, werden diese auf Karte der Störung gelegt und diese bleibt im Spiel. Die anderen Spieler können jetzt in ihrem Zug die Nebenwirkung der Pillen hervorrufen, Folgeerscheinungen der Störung auslösen oder die Wirkung der Pillen beeinflussen.

Ob das Thema dem einen oder anderen etwas herb erscheint, liegt im Auge des Betrachters. Für zwischendurch, oder gerade wegen seines schwarzen Humors als
Party-Spiel, ist es auf jeden Fall sehr gut geeignet.
Die Regeln sind einfach und schnell zu erklären.

Verlag: Pillbox Games
Autoren: Jade Shames, Ben Bronstein, Jen Igartua und Kat Thek
Spieler: 2-8
Alter: 14+
Spielzeit: 10min – 30min

7 Wonders – Cities

Die zweite Erweiterung von 7 Wonders hört auf den Namen Cities. Ihr Spielmaterial umfasst 2 Spielpläne, 38 Karten, 34 Marker, einen Wertungsblock und die Regeln. Dies alles findet wiederum in einer kompakten kleinen Box mit graphisch schön gestaltetem Cover seinen Platz.

Zur Spielvorbereitung werden die Gildenkarten der Erweiterung zu denen des Grundspiels gemischt und die Anführerkarten, zu denen der Leaders Erweiterung, sofern auch mit dieser gespielt wird. Danach werden jedem Zeitalterstapel des Grundspiels jeweils so viele Stadt-Karten zugemischt, wie Mitspieler an der Partie teilnehmen. Zuletzt werden die Schuld- und Diplomatie-Marker bereitgelegt und die Partie kann starten, wobei jeder Spieler 8 statt 7 Karten als Starthand erhält. Der Spielablauf folgt dann den Regeln des Grundspiels.

Abgesehen von neuen Weltwundern, Anführern und Gilden, die für Abwechslung sorgen, kommen mit der Cities Erweiterung weitere Neuerungen ins Spiel. Manche Karten haben als Effekt, dass Gegner Geld verlieren und dadurch Schulden machen müssen, was sich am Ende der Partie negativ auf die Siegpunkte des Betreffenden auswirken kann. Andere Karten haben einen Diplomatieeffekt, der dem Spieler in Konflikten sozusagen Immunität verleiht. Mit Cities ist es dem Autor somit einmal mehr gelungen, 7 Wonders neue, interessante Spielelemente hinzuzufügen.

Titel: 7 Wonders – Leaders
Autor: Antoine Bauza
Verlag: Repos Production

Dominion – Seaside

Die erste reine Erweiterung von Dominion, die nur in Verbindung mit dem Grundspiel spielbar ist, ist Seaside, welche seit 2009 auf dem Markt ist. Es besteht aus 300 Karten, 50 Markern und 18 Tableaus, die allesamt in der üblichen Box mit passendem Einleger sicher Platz finden.

Was bringt uns Seaside Neues? Als wichtigste Neuerung ist sicherlich der neue Typ Aktionskarten zu nennen. Diese Dauerkarten sind nicht nur im aktuellen Zug sondern auch noch im folgenden Zug aktiv. Desweiteren verdienen die Karten Eingeborenendorf, Insel und Piratenschiff Erwähnung, die den Spielern die entsprechenden Südseetableaus liefern. Diese können genutzt werden, um Karten von der Hand dort abzulegen und so die Handkarten auszudünnen, bzw. um Geld zu generieren. Last but not least ist es mit der Karte Embargo möglich, beliebige Vorratsstapel mit einem Embargomarker zu versehen, so dass andere Spieler, die von diesem Stapel Karten ziehen wollen, automatisch eine Fluchkarte erhalten.

Von den neuen Deck-Building Möglichkeiten, die die neuen Königreich- und Aktionskarten dieser Erweiterung wieder einmal liefern und die diese Erweiterung für den wahren Dominion Fan so oder so zum Must have machen einmal abgesehen, bringt Seaside gerade mit dem Embargo, den Dauerkarten und den Tableaus neue Elemente ins Spiel. Diese gehen über die eines klassischen neuen Kartensatzes hinaus und machen Seaside zu einer gelungenen Ergänzung der Dominion-Reihe.

Titel: Dominion – Seaside
Autor: Donald X. Vaccarino
Verlag: Rio Grande Games

 

Diesel Demolition Derby

Eine Gesellschaft in der Krise. In ihrer Unterwelt hat sich eine gefährliche Liga etabliert, in der dieselbetriebene Kampfmaschinen für Ruhm, Geld und Macht kämpfen.


Diesel Demolition Derby von Matthew Dunstan, ist ein Card Drafting Spiel bei dem 2 bis 6 Spieler jeweils einen Kämpfer auswählen, der sich mit seinen Kontrahenten messen soll.
Man kann aus 5 verschiedenen Waffengattungen wählen.

Battlemekk, Ravager, Contraption, Wunderwaffe und Tank.

Jede Waffengattung hat unterschiedliche Fähigkeiten und Kampfkraft.
Die Spieler legen ihre Kämpfer verdeckt vor sich und geben die restlichen Karten an den Spieler zu ihrer linken weiter. Danach werden die Karten gleichzeitig umgedreht und die Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer nach der Reihenfolge ihrer Kampfkraft abgehandelt.
Der Kämpfer der am Ende noch steht, verbleibt vor dem Spieler.
Das Spiel ist in einzelne Derbys unterteilt. Ein Derby endet, wenn die Spieler alle Handkarten ausgespielt oder abgelegt haben.
Ist das Derby zu Ende, zählen die Spieler die Kampfkraft ihrer verbliebenen Kämpfer zusammen. Der Spieler mit der höchsten Punktzahl gewinnt das Derby und erhält einen Token. Wer als erstes 3 Derbys gewonnen hat, ist der Sieger.

Durch die unterschiedlichen Fähigkeiten wird dem Spieler das Gefühl des Chaos des wilden Schlachtgetümmels vermittelt. Man kann sich keinesfalls darauf verlassen, dass die größte Kampfmaschine am Ende wirklich noch steht.
Mir gefällt an dem Spiel sehr gut, dass die Regeln schnell erklärt sind. Auch ist das Artwork ein Augenschmaus für Fans von Dieselpunk.

Titel: Diesel Demolition Derby
Autor: Matthew Dunstan
Verlag: LudiCreations